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Kompendium - Ausrichtfehler

Fehlerhafte Ausrichtung zwischen Maschinenwellen wird je nach Bauform in gewissem Maße von der Kupplung kompensiert. Übersteigt jedoch die Fehlausrichtung die Kompensationsfähigkeit der Kupplung, entstehen zusätzliche Belastungen für die beteiligten Maschinenelemente. Das sind:

  • erhöhte statische und dynamische Lagerkräfte,
  • erhöhte Wellenbiege- und Torsionsmomente und
  • Axialkräfte.

Daraus entstehen neben erhöhten Temperaturen an den Lagern und Kupplungselementen insbesondere Schwingungen durch die Wellenverformung und die Ausgleichsbewegungen in der Kupplung. Diese Schwingungen haben einen harmonischen Charakter und sind an die Drehfrequenz der fehlausgerichteten Wellen und Vielfache dieser Frequenz gebunden.

Zur Beschreibung des Ausrichtzustands unterscheidet man zwischen:

  • Axialversatz
  • Winkelversatz
  • Radialversatz.

Die zulässigen Abweichungen werden vom Kupplungshersteller angegeben. Beachten muss man jedoch die unter Umständen erheblichen Verlagerungen der auszurichtenden Wellen während des Betriebes.

Ausrichtfehler können durch eine Schwingungsdiagnose festgestellt und durch das Ausrichten behoben werden.

Im Schwingungssignal äußern sich Ausrichtfehler durch sinusförmige Schwingungen mit der Drehfrequenz und deren Harmonischen (Vielfachen).

Im Spektrum des Schwingungssignals findet man bei elastischer Kupplung beispielsweise eine Spektrallinie bei der Drehfrequenz und der 2. Harmonischen.

Bei starrer Kupplung findet man dagegen oft die Drehfrequenz und deren 1. Harmonische.

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